So hatte sich Lucas Auer das DTM-Wochenende auf dem Nürburgring nicht vorgestellt. „Nach der Nullrunde in Misano war ich voller Zuversicht in die Eifel gereist, denn ich komme immer wieder megagern hierher“, schwärmte der Österreicher, der zwei Tage nach dem Rennen seinen 24.Geburtstag feierte. „Der Nürburgring ist eine coole Strecke. Hier war ich schon in der Formel-3 erfolgreich und später dann auch bei den Tourenwagen. 2015 erzielte ich hier meine erste DTM-Pole“, erinnerte sich der Mercedes-Pilot gerne zurück.

„Nach der Nullrunde in Misano war ich voller Zuversicht in die Eifel gereist, denn ich komme immer wieder megagern hierher“, schwärmte der Österreicher, der zwei Tage nach dem Rennen seinen 24.Geburtstag feierte. „Der Nürburgring ist eine coole Strecke. Hier war ich schon in der Formel-3 erfolgreich und später dann auch bei den Tourenwagen. 2015 erzielte ich hier meine erste DTM-Pole“, erinnerte sich der Mercedes-Pilot gerne zurück.

    

Diesmal allerdings hatte der Neffe von DTM-Chef Gerhard Berger wenig Grund zur Freude,
denn in beiden Rennen landete der Kufsteiner mit seinem Mercedes-AMG C 63 DTM nur auf den Plätzen elf und 18 und somit außerhalb der Punkteränge. „Schnell abhaken und nach vorne schauen“, sagte Auer, der die Eifel mit leeren Händen verließ. Besonders ärgerlich war ein Vorfall im Sonntagsrennen, als Auer an zweiter Stelle liegend gleich zu Beginn von BMW-Pilot Timo Glock umgedreht wurde und sich am Ende des 18-köpfigen Starterfeldes wiederfand.

Im Qualifying zu Lauf-1 am Samstag war für den 23-Jährigen die Welt noch in Ordnung: „Mit Startplatz vier habe ich gute Chancen aufs Podium zu fahren“, freute sich der Tabellenfünfte. Die gute Laune war allerdings im Rennen schnell verflogen: „Dort hat gar nichts funktioniert. Mein Start war schlecht und ich konnte nicht nach vorne angreifen. Während des Rennens hat über weite Strecken die Performance gefehlt und unsere Strategie mit dem frühen Boxenstopp ging auch nicht auf“, ärgerte sich Auer, der letztlich als Elfter außerhalb der Punkteränge landete.

Tags darauf fuhr der Tiroler im Qualifying zu Lauf-2 auf Startplatz fünf: „Die schnellste Runde bin ich schon mit dem ersten Reifensatz gefahren“, freute sich Auer über das erneut gute Trainingsergebnis.

Im Rennen selbst glänzte Auer mit einem Blitzstart, wie man ihn selten sieht: „Ich bin absichtlich im 2.Gang losgefahren und habe so keinen Wheelspin gehabt – alle anderen aber schon“, erklärte Auer, der sich von Platz fünf auf Rang zwei nach vorne katapultierte. Doch bereits in der zweiten Runde wurde der junge Österreicher Opfer einer unnötigen Attacke von BMW-Pilot Timo Glock, der sich am Ende der Start- und Zielgeraden total verschätzte und den orangefarbenen „Silberpfeil“ seitlich erwischte. „Ich wußte anfangs gar nicht wer mich getroffen hat“, sagte Auer, der nach einem Dreher das gesamte Feld an sich vorbeiziehen lassen musste. „Das war völlig überflüssig“, meinte auch Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz. „Glock war nie in der Position dort überholen zu können“, so Fritz.

Im Ziel sah der BMW-Fahrer seinen Fehler ein und entschuldigte sich bei Auer: „Sorry, es war eine Fehleinschätzung von mir. Ich war etwas zu optimistisch was das Manöver gegen Lucas betrifft“, erklärte Glock, der für diese unsportliche Aktion eine Durchfahrtsstrafe kassierte. Durch die Kollision wurde Auer´s Fahrzeug schwer beschädigt. „Der Unterboden war weg und ich bekam im Verlauf des Rennens immer größere Probleme mit den Bremsen“, sagte der Mercedes-Pilot, der am Ende des Feldes weiter seine Runden drehte. „Kurz vor Schluß habe ich dann das Fahrzeug aufgrund der massiven Bremsprobleme entgültig in der Box abgestellt, bevor noch etwas passiert und ich irgendwo einschlage“.

Jetzt freut sich Lucas Auer auf sein Heimrennen in Spielberg, wo er in beiden Läufen möglichst ganz oben auf dem „Stockerl“ stehen will.

 

 

 

Fotos von: Farid Wagner, pitwall.de

 

Über den Autor
Ralf Hensel
Autor: Ralf HenselWebsite: http://www.news-department.de
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