In dieser Saison ist für den dänischen Rennfahrer Mikkel Jensen alles neu. Erstmals ist er mit einem BMW M6 GT3 im ADAC GT Masters unterwegs.

Und weil sich in dieser Serie immer zwei Piloten ein Cockpit teilen, hat BMW dem 23-Jährigen einen erfahrenen Kollegen an die Seite gestellt. Denn kein Geringerer als der ehemalige DTM-Champion Timo Scheider bildet mit Mikkel Jensen ein Team. 

   

Bei unserem Interview sagte Mikkel Jensen, dass das Umfeld des ADAC GT Masters sich für ihn wie eine Art motorsportliche Heimat anfühlt. Denn schließlich begann er in dessen Rahmenprogramm 2013 seine Formel-Karriere. Bereits 2014 feierte er dann den ersten Titelgewinn im ADAC Formel Masters.

Wer den Dänen das erste Mal trifft, begegnet einem Rennfahrer, den man heute leider nur noch selten erlebt. Obwohl er trotz seiner ersten Saison als einer der Schnellsten im Feld der Liga der Supersportwagen unterwegs ist, ist er ein sympathischer, relaxter und fröhlicher junger Mann geblieben. Er hat stets Zeit für seine Fans, auch wenn um ihn herum im Fahrerlager viel los ist und der Termindruck den Tag bestimmt. Kurz ein Autogramm schreiben, posieren für ein Selfie oder ein paar Worte plaudern? Alles kein Problem für den 23-Jährigen.

Dabei ist er auch neben dem Cockpit ein echter Perfektionist. „Ich muss mein Deutsch verbessern", sagt er gerne. Dabei spricht er fast fehlerfrei Deutsch, wenn er zum Beispiel erzählt, warum er sich in jungen Jahren gegen eine Fußball- und für eine Motorsport-Karriere entschieden hat. Doch das genügt dem BMW-Junior nicht. "Ich hatte nur drei Jahre in der Schule Deutschunterricht. Und selbst dann war ich meist nicht da, weil ich ja früher schon Kart-Rennen gefahren bin", lacht er.

Es macht Spaß den Geschichten von Mikkel Jensen zuzuhören, denn kann trotz seines noch jungen Alters hat er bereits eine Menge zu erzählen. Doch alles wird getoppt, wenn er beginnt, von seiner Leidenschaft, dem Rennsport, zu plaudern, dann leuchten seine Augen:

  • "Ich bin aus zwei Gründen im Rennauto nervös. Zum einen ist es, weil du weißt, dass du jetzt alles geben musst. Das sorgt für ordentlich Adrenalin! Allerdings ist es zum anderen auch der Gedanke, dass Rennen zu fahren, trotz aller Sicherheitseinrichtungen, immer noch gefährlich ist. Wenn Du Türklinke-an-Türklinke bei 300 km/h un-terwegs bist, dann ist das total aufregend. Wenn ich nur alleine auf der Rennstrecke unterwegs wäre, dann wäre das für mich nicht mal halb so spannend." Denn Mikkel Jensen ist eben Rennfahrer mit Leib und Seele. Und dieser Leidenschaft geht er wieder am ersten August-Wochenende auf dem Nürburgring beim ADAC GT Masters nach. Viel Erfolg Mikkel!

 

Fotos: Susanne Roßbach

 

 

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Thorsten Tromm
Autor: Thorsten TrommWebsite: http://www.news-department.de
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