Bei strahlendem Sonnenschein ist die DTM-Saison 2017 auf dem Hockenheimring zu Ende gegangen. Schon vor dem Finale war klar, dass der Titel des DTM-Champions in diesem Jahr an einen Audi-Piloten geht. Mattias Ekström, Jamie Green, René Rast und Mike Rockenfeller hatten am Sonntag noch Chancen.

   

Das letzte Rennen der Saison 2017 gewann BMW-Pilot Marco Wittmann, auf Platz drei landete Audi-Pilot Mike Rockenfeller. René Rast wurde Zweiter und damit auch neuer DTM-Champion, denn sein ärgster Konkurrent, Mattias Ekström, kam nur als Achter ins Ziel und konnte somit seine Tabellenführung nicht halten. Damit wurde René Rast mit drei Punkten Vorsprung vom Rookie zum Champion.

   

Denn der 30-jährige Mindener absolvierte dieses Jahr seine erste DTM-Saison, nachdem er im letzten Jahr bereits bei einigen Rennen als Ersatzfahrer an den Start ging. Im Juli 2016 sprang er in Zandvoort sprichwörtlich über Nacht für Adrian Tambay ein. Hier hinterließ er einen so guten Eindruck, dass er beim Finale 2016 sogar Mattias Ekström vertreten durfte. Und genau diesem schnappt Rast knapp 12 Monate später den Titel vor der Nase weg.

Als er über die Ziellinie fuhr, funkte man ihm, dass er Zweiter geworden sei. Rast dachte natürlich, in der Meisterschaft und realisierte erst wenige Augenblicke später, dass er zwar Zweiter im Rennen geworden ist, doch die Meisterschaft gewonnen hatte. Dann kullerten die Tränen bei dem sympathischen Mindener, der eigentlich gar nicht mit dem Titelgewinn gerechnet hatte und das Rennen heute sehr gelassen anging.

Darauf angesprochen, was sein Erfolgsgeheimnis sei, sagte der Champion, dass er sich viel mit Rennsimulationen auf dem Computer vorbereite. Mancher möge darüber lachen, aber für ihn sei das eine optimale und gute Übung.

In seiner zurückhaltenden Art rechnet er natürlich nicht damit, dass man ihm am Montag gleich eine eigene Rast-Straße in Minden widmen werde, aber sollte es doch dazu kommen, würden er und sein Manager Dennis Rostek sich natürlich sehr darüber freuen und ungeheuer stolz darauf sein.

Neben dem Fahrer-Champion kann sich Audi auch über die erfolgreiche Verteidigung des Hersteller-Titels freuen. Das Team Rosberg hatte ebenfalls reichlich Grund zu Feiern. Natürlich zum einen, weil ihr Pilot René Rast der neue Champion ist, zum anderen hat aber die Mannschaft rund um Keke Rosberg erstmals die Team-Meisterschaft gewonnen.

  

 

 

Fotos: motorracetime.de, Thomas Simon

 

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Anja Meier
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