Während derzeit die Medien und selbsternannten Experten jede noch so unbedeutende Einzelheit rund um den Dieselskandal von VW regelrecht zelebrieren, bleiben wichtige Meldungen häufig auf der Strecke. Zum Beispiel, dass allein das Nutzfahrzeug-Werk in Hannover in Sachen Umweltbelastungen riesige Fortschritte gemacht hat.

Trotz einer Rekordproduktion konnten seit dem Jahr 2010 die nicht recycelbaren Abfälle um 75 Prozent reduziert werden. Das Werk in Hannover hat zudem den  Wasserverbrauch um 17 Prozent gesenkt. Die Emissionen durch CO2 und Lösungsmittel verringerten sich um 11 bzw. 13 Prozent. Bemerkenswert hierbei ist besonders, dass im Zeitraum seit 2010 die Zahl der produzierten Fahrzeuge um 45 Prozent angestiegen ist.

   

VW hat sich vor sieben Jahren mit dem Programm "Think Blue. Factory" selbst das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 die Umweltbelastungen um 25 Prozent zu senken. Dieses Ziel hat das Hannoveraner Werk bereits jetzt übertroffen.

Aber auch wirtschaftlich ist der Öko-Kurs ein Erfolg. Weniger Umweltbelastungen bedeuten auch weniger Kosten. In Hannover ergibt das eine Summe von rund 6,5 Millionen Euro pro Jahr.

Dass das VW-Werk für Nutzfahrzeug in Hannover so erfolgreich in Sachen Umweltschutz ist hat mehrere Gründe: Die rund 14.200 Mitarbeiter haben seit dem Jahr 2010 unzählige innovative Ideen und Maßnahmen umgesetzt, um Müll zu vermeiden. Aber es wurde auch viel Geld in neue technische Lösungen investiert. "Think Blue. Factory" geht sogar bis zur konsequenten Abschaltung von Produktionsanlagen in produktionsfreien Zeiten.

Auch wenn in Hannover das erklärte Ziel bereits mehr als erreicht wurde, werden die Mitarbeiter auch weiterhin versuchen, die Umweltbelastungen bei der Nutzfahrzeug-Produktion so gering wie möglich zu halten. Denn eine umweltfreundliche Produktion ist mittlerweile zu einem sehr bedeutenden Wettbewerbsfaktor geworden.

  

 

 

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Thorsten Tromm
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